Neuer Vorstand bei Nationalratspräsidentin Bures

Kurz vor Weihnachten hat uns Nationalratspräsidentin Doris Bures zu einem Antrittsbesuch in ihr Büro eingeladen. Thema dabei waren die Arbeitsbedingungen für uns Journalisten im Ausweichquartier in der Hofburg, ab Herbst 2017, und die Gegebenheiten im umgebauten Parlament, das wieder ab 2020 benutzbar sein sollte.

    • Dass es eine Herausforderung für alle Beteiligten werden wird, ist, so glaube ich, allen klar. Die Präsidentin hat aber mehrfach betont, wie wichtig ihr eine gute Zusammenarbeit mit den Parlamentsredakteurinnen und –redakteuren ist.
      Die Problemzonen im Übergangsquartier:
      Da vor dem Plenarsaal im Redoutensaal der kleine Redoutensaal als Arbeitsraum für die Klubs zur Verfügung steht, gibt es keine klassischen Couloirs. Es wird aber ums Eck einen sehr schönen Interviewraum geben. Um Plenarsaal-Atmosphäre zu schaffen, wird überlegt, ob es Sinn macht, dort einen Bildschirm mit Übertragung aus dem Plenarsaal zu installieren. Vor dem Saal an der langen Front gibt es Journalistenarbeitsplätze. Zugänge ins Gebäude wird es vom Heldenplatz und vom Josefsplatz aus geben.
    • Im Saal gibt es eine platzmäßig stark reduzierte Journalistengalerie. Es wird aber auch auf der Besuchergalerie und auf der Galerie für Ehrengäste die Möglichkeit zum Fotografieren und Filmen geben, vor allem bei stärkerem Andrang. Geprüft wird derzeit, ob eigene Podeste für Fotografen auf der Journalistengalerie Sinn machen. Das muss man sich allerdings auch erst statisch (mögliche Schwingungen) ansehen. Uns wurde in einer Computeranimation gezeigt, welche Blickwinkel man prinzipiell hat. Wirklich beurteilen wird man das Angebot aber wohl erst können, wenn die Einbauten im Redoutensaal stehen, was im April der Fall sein sollte.
    • Prinzipiell wird unser Zusammenleben in der Hofburg, wie die Präsidentin und Gerhard Marschall, der für die Parlamentsdirektion anwesend war, betont haben, eine Art „learning by doing“. Ich bitte also alle um Geduld und um konstruktive Vorschläge, wenn es Probleme gibt.

Die Sanierung des Haupthauses:

Bezüglich der Arbeit nach der Rückkehr ins Haus am Ring hat die Präsidentin eine für uns alle sehr beruhigende, erfreuliche und klare Vorgabe ausgegeben: Was heute für die Arbeit der Parlamentsredakteurinnen und –redakteure möglich ist, soll auch dann ohne Einschränkungen möglich sein.
Einige im Detail besprochene Punkte:

  • Der Zugang zu den Couloirs soll weiter offen sein. Das zeichne, so die Präsidentin, den offenen, unmittelbaren Kontakt zwischen Abgeordneten und Journalisten aus.
  • Ob es einen direkten Zugang von der künftigen Journalistenstiege (dort, wo jetzt die Raucherkammerln untergebracht sind) zu den Couloirs geben wird oder ein kleiner Umweg über den Gang notwendig ist, wird derzeit noch baulich geklärt.
  • Flexibel will das Parlament auf unsere Arbeitsweisen reagieren. Anders gesagt: Keiner weiß, was wir konkret im Jahr 2020 brauchen werden. Ist z.B. WLAN dann noch zeitgemäß oder nicht. Es soll jedenfalls möglichst viel Service geboten werden. Anfangen will man schon demnächst, indem beispielsweise alle alten Gesetzestexte digitalisiert werden und einfach über die Parlamentshomepage abgerufen werden können.

Schöne Weihnachten und ein gutes neues Jahr!

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Manfred Krejcik

http://www.netwatcher.at

Freier Journalist, Redaktion Netwatcher, Freie Radios Österreich, Internet & TV

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